{"id":1551,"date":"2020-11-05T17:11:46","date_gmt":"2020-11-05T16:11:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.janinaroider.com\/?p=1551"},"modified":"2020-11-26T08:54:23","modified_gmt":"2020-11-26T07:54:23","slug":"interview-mit-birgit-sonna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.janinaroider.com\/en\/interview-mit-birgit-sonna\/","title":{"rendered":"INTERVIEW MIT BIRGIT SONNA"},"content":{"rendered":"<\/p>\n<p><strong>Make it newer!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ein Gespr\u00e4ch zwischen Birgit Sonna und Janina Roider \u00fcber ihre hybriden Traumwelten<\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Make it Newer! - EHF-Stipendiatin Janina Roider \u00fcber ihre Ausstellung im EIGEN + ART Lab Berlin\" width=\"1170\" height=\"658\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ZV833W5crUw?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Birgit Sonna: Wie kam es denn zu der fulminanten Schaumgeborenen in deinen neuen Bildern? Dem Eyecatcher nach zu urteilen k\u00f6nnte man meinen, dass du ein gro\u00dfer Fan von Botticelli bist.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Janina Roider<\/strong>: Eigentlich nicht! Es tauchen zwar in den Bildern immer wieder Zitate aus dem Kunstkanon auf, aber zugleich auch Motive aus meiner pers\u00f6nlichen Lebenswelt. So entsteht eine Melange aus verschiedensten Bereichen, aus high and low. Im Prinzip nutze ich die Venus nur wie eine Schablone. Die Schaumgeborene ist eine echte Celebrity in der Kunstwelt \u2014 sie hat so gro\u00dfe Bekanntheit erlangt, dass selbst jeder Kunstbanause sie kennt. Nat\u00fcrlich m\u00f6chte ich m\u00f6glichst viele Menschen mit meinen Bildern ansprechen, dabei ist ein hoher Wiedererkennungswert unabdingbar. Botticellis Venus hat per se keinen inhaltlichen Hintergrund f\u00fcr mich, sondern es geht mir vielmehr darum, das schwere Erbe der Kunstgeschichte ein bisschen mit Leichtigkeit zu versehen.<\/p>\n<p><strong>Das Ikonische der Venus Pudica l\u00e4sst sich dennoch nicht ganz abstreifen. Gegen den Strich feministisch gelesen, strahlt sie so etwas wie weibliche Souver\u00e4nit\u00e4t aus.<\/strong><\/p>\n<p>Zugegeben, so gut wie alle meine Bilder enthalten Varianten von Selbstportr\u00e4ts. Als ich mit den ersten Bildern der neuen Serie begann, spielte ich mit der Idee, dass man sieben Leben haben k\u00f6nnte, wie es der Volksmund der Katze nachsagt. F\u00fcr mich verbindet sich damit eine idealisierte Vorstellung von Leben. Mein Anliegen r\u00fchrt daher, dass ich mir w\u00fcnschte, der Tag h\u00e4tte mehr als nur 24 Stunden. Ich liebe das K\u00fcnstlerdasein und m\u00f6chte es zu 100 Prozent ausf\u00fcllen \u2013 einerseits. Andererseits f\u00e4nde ich es traurig und absurd, das echte Leben aus k\u00fcnstlerischer Passion heraus v\u00f6llig zu negieren. Surfen, Musik machen, Klettern, genauer gesagt Bouldern machen f\u00fcr mich auch wichtige Aktivit\u00e4ten aus, die ich nicht total wegen der K\u00fcnstlerkarriere unterdr\u00fccken will. Zudem bekommt man \u00fcber die sozialen Medien wie Instagram vorgespielt, wie manche Menschen bis in ihre Freizeit hinein alles bis zur Perfektion beherrschen. Der Selbstoptimierungsplan sieht vor, dass man tags\u00fcber erfolgreich sein Business betreibt, abends noch einen Yoga- oder Sportkurs belegt, sich gesund ern\u00e4hrt und keinesfalls irgendwelche Laster hat.<\/p>\n<p><strong>Welche Role Models spielst du denn in deinen Bildserien durch?<\/strong><\/p>\n<p>Zum Beispiel die Surferin, Super Woman, das Playmate\u2026<\/p>\n<p><strong>Dass letztere Sehnsucht in dir schlummert, wusste ich noch gar nicht.<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist da auch viel Selbstironie mit im Spiel. Die Frauen in meinen Bildern entsprechen meist dem aktuellen K\u00f6rperkult. Manchen habe ich sogar Sixpacks aufgemalt. Wer h\u00e4tte nicht gerne einen durchtrainierten K\u00f6rper? Und wer mich kennt, wei\u00df, dass ich in meinem Aktionismus auch durchaus zu \u00dcbertreibungen neige. Am liebsten w\u00e4re ich 20 Stunden am St\u00fcck im Atelier, w\u00fcrde mit meinem Hund durch den Englischen Garten mit dem Fahrrad nach Hause kreuzen und dann noch 10 Stunden dies und das an Sport treiben. Mir ist es wichtig, dass die Bilder auch etwas Humorvolles oder mehr noch etwas Verspieltes bekommen. Dennoch kann man beim Betrachten zu einer tieferen Ebene gelangen und dort, wo Virtuelles und Realit\u00e4t auf einer hybriden Ebene verschmelzen, Ungeahntes entdecken \u2013 inhaltlich wie formal.<\/p>\n<p><strong>Wie verl\u00e4uft der Entstehungsprozess der neueren Malereien genau? Wie kommst du zu den digitalen Vorlagen? Ich nehme an, dass die Auslese aus einem Pool von fotografischen Motiven sehr wichtig ist.<\/strong><\/p>\n<p>Es ist wie eine Mixtur: Etliche Motive entstehen aus der Erinnerung, andere nach zeichnerischen Vorlagen, aber ich arbeite zugleich viel mit Fotos. Es gibt mittlerweile ein gro\u00dfes Archiv, in das kontinuierlich neue Bilder aufgenommen werden, die mir ins Auge gestochen sind. Die neueren Arbeiten sind digital gemalt, es werden davon Drucke hergestellt und diese dann in einem weiteren Procedere wieder manuell bemalt. Ich arbeite fast ein bisschen altmeisterlich, w\u00fcrde ich behaupten. Ich fange mit meinen Zeichnungen auf Papier an, die ich dann digitalisiere, das ist quasi schon die erste Schicht. Dann werden immer mehr Schichten aufgebaut: Ich reagiere auf den laufenden Prozess am Rechner. Zur Zeichnung kommt die Farbigkeit, dann die Komposition und die hineinmontierten Fotos, die wiederum ver\u00e4ndert werden und gerade in den neueren Bildern Bez\u00fcge zum Kunstkanon schaffen. Es ist ein fast intuitives Vorgehen, im Malprozess entsteht die schrittweise Kontextualisierung.<\/p>\n<p><strong>Es ziehen sich thematische F\u00e4den wie ein Narrativ durch die verschiedenen Zyklen. Was ist f\u00fcr dich dabei pr\u00e4gend?<\/strong><\/p>\n<p>Man sieht den neueren Bildern vielleicht an, dass ich immer mehr von meiner aktuellen Lebenswelt motiviert bin, weil viele Arbeiten auch auf Reisen entstehen. Es wird ein ziemlich idealisiertes Leben gespiegelt: ein Leben, das gr\u00f6\u00dftenteils an einem fiktiven Strand stattfindet, wo man zugleich arbeiten und surfen kann. In der Tat werden viele Bilder zumindest in ihrem ersten Stadium schon unterwegs angegangen. Ich mache auf Reisen zahlreiche Skizzen und Fotos, zeichne schlichtweg auf Papier und sp\u00e4ter erst fange ich dann an, diese Zeichnungen zu digitalisieren.<\/p>\n<p><strong>Obwohl deine j\u00fcngeren Entw\u00fcrfe in Frankreich an der Atlantikk\u00fcste entstanden sind, vermitteln die Bilder atmosph\u00e4risch mit ihren Palmen und Blumen ein Inselgef\u00fchl, wie man es vielleicht mit den Bahamas verbindet. Es wirkt von der Stimmung so, als w\u00fcrde einem gleich ein Drink wie in der Bacardi-Werbung gereicht werden. Offenbar bist du von der Werbe\u00e4sthetik, Plakaten im \u00f6ffentlichen Raum und ihren Suggestionen nicht unbeeinflusst.<\/strong><\/p>\n<p>Das stimmt! Der Zyklus mit der Schaumgeborenen im Zentrum etwa ist auch im Nachklang an eine Serie f\u00fcr Berlin entstanden, als ich letztes Jahr in einem Off-Space Zitate von dortigen Bauz\u00e4unen verwandte. In dieser Arbeit habe ich mehr oder weniger konkret mit der Werbe\u00e4sthetik gespielt, als im Breitwandformat eine Installation realisiert wurde, in der erstmals Malerei als reiner Druck zu sehen war. Das Digitale ist schlie\u00dflich immer mehr Bestandteil meiner Arbeit geworden. Der Grund f\u00fcr diese Pr\u00e4sentation: Die Galerie war am Potsdamer Platz, dort wo Berlin urban schon etwas kippt zwischen einem Ost-West-Gef\u00e4lle. Man hat einerseits den schicken Potsdamer Platz und dann um die Ecke eine Pop-up-Galerie in einem verlassenen Laden, wo fr\u00fcher vielleicht einmal ein Schlecker-Drogeriemarkt war. Berlin hat f\u00fcr mich immer etwas von einer Baustelle. Und ich wollte dieses Baustellenhafte in die Galerie hineinprojizieren, indem ich mit der Werbe\u00e4sthetik gearbeitet habe, wie sie an Bauz\u00e4unen fungiert. Da haben die Werbefl\u00e4chen an sich etwas Rei\u00dferisches, spiegeln etwa ein Urlaubsgef\u00fchl hart an der Kitschgrenze. Man f\u00fchlt sich in meiner Malerei angesichts der nackten Haut und entbl\u00f6\u00dften Br\u00fcste vielleicht auch an einen kinky Thailand-Urlaub erinnert. Doch im Unterschied zur Werbe\u00e4sthetik ist meine Malerei ungleich detaillierter und facettenreicher. Mir geht es schon darum, dass man genau hinschaut und viele malerische Nuancen oder auch Auslassungen entdeckt.<\/p>\n<p><strong>Man kann sich in deine Traumwelten leicht hineinkatapultieren. Weil die Malerei etwas sehr Flirrendes hat, ist zugleich aber das Klischeehafte geschickt umschifft.<\/strong><\/p>\n<p>Allein schon durch den Herstellungsprozess entsteht eine gewisse Leichtigkeit. Man sieht etwa Zeichnungen an der Oberfl\u00e4che, erkennt aber nicht, was an ihnen manuell oder digital hergestellt ist. Und dann scheinen Reste von Ebenen auf, die gr\u00f6\u00dftenteils wieder unter anderen Malschichten verschwunden sind. Es entlarvt sich punktuell ein wenig die Technik. Je mehr man sich in den Bildern verliert, desto mehr Motive erkennt man. So l\u00e4sst sich etwa eine abstrakt erscheinende Farbfl\u00e4che als H\u00e4ngematte identifizieren. Ich versuche eine Art Egalisierung zu erreichen, sodass man prima vista nicht mehr differenziert zwischen dem digitalen Zeichnen und Malen, sondern dass diese Gegens\u00e4tze in sich zusammenfallen und die Bilder etwas sehr Offenes bekommen.<\/p>\n<p><strong>Erkennst du immer den Punkt beim Malen, wenn du aufh\u00f6ren musst? Bekanntlich lauert die Gefahr des \u201aZermalens\u2018 gerade dann, wenn man in so vielen Schichten arbeitet.<\/strong><\/p>\n<p>(Lacht) Ja, das k\u00f6nnte leicht schiefgehen. Mir hilft es sehr, dass ich an vielen Bildern parallel arbeite, weil ich dadurch einen Abstand zu den Kompositionen gewinne. Von Vorteil war, dass ich in letzter Zeit auch sehr viel seriell gemalt habe, wie etwa die Reihe der Super Woman. Gerade beim zyklischen Arbeiten achtet man noch viel mehr darauf, dass jedes Werk seine eigene Bildsprache bekommt und durch den Vergleich vermeidet man auch das \u201eTotmalen\u201c.<\/p>\n<p><strong>Sonderst du auch Bilder aus, weil sie nicht mehr die n\u00f6tige Durchl\u00e4ssigkeit haben?<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt offene Baustellen, salopp gesagt. Wenn ich merke, dass die Bilder in einem Stadium sind, in dem ich im Moment nicht weiterkomme, stelle ich sie f\u00fcr eine Weile beiseite. Tats\u00e4chlich kommt das in letzter Zeit kaum mehr vor, denn durch die Arbeit am Computer tun sich unglaubliche Vorteile auf. Ich vergleiche das digitale Malen oft mit dem Einstudieren einer Choreografie, die ich dann auf die Leinwand bringe. Das Programm Corel Painter ist so avanciert, dass es auf alles prompt reagiert, also nicht nur auf den Druck des virtuellen Pinsels, sondern auch auf dessen Neigung. Man kann genau bestimmen, wie lange die Farbe l\u00e4uft und sie auch abrupt stoppen. Dieses High- End\u2011Malprogramm birgt nat\u00fcrlich auch die Gefahr der Unendlichkeit von Experimenten, w\u00e4hrend etwa ein Hockney mit sehr limitierter Farbpalette, nur mit einem Pinsel, Bleistift und Radiergummi gearbeitet hat.<\/p>\n<p><strong>Wobei Hockney mittlerweile auch mit dem iPad malt.<\/strong><\/p>\n<p>Aber er benutzt ein ganz spartanisches Programm, ich habe mich auch schon darin versucht. Ich denke immer wieder: Wenn Warhol unsere heutigen Techniken gehabt h\u00e4tte, w\u00e4re er wahrscheinlich v\u00f6llig ausgeflippt, weil man heute problemlos Drucke herstellen kann, die wie ein Siebdruck aussehen. Aber auch alle anderen Druckverfahren kann man simulieren. Letzteres birgt wie gesagt auch eine Gefahr, mittlerweile sitze ich tats\u00e4chlich 60 Prozent am Rechner und viel weniger Zeit vor der Leinwand. Fr\u00fcher habe ich viel intuitiver gearbeitet, durch das Arbeiten am Rechner ver\u00e4ndert sich das Denken beim Malen. Die Crux ist es, ein Gleichgewicht aus technischer Perfektion und nat\u00fcrlicher Fehlerhaftigkeit herzustellen. Auch die Frage nach Authentizit\u00e4t kommt durch dieses Verfahren auf. Es war ein l\u00e4ngerer Prozess bis ich erkannte, dass das digitale Malen gleichwertig mit dem analogen ist und beide Hand in Hand laufen.<\/p>\n<p><strong>Hast du dich jemals mit Picabia besch\u00e4ftigt? Nicht nur seine Transparence-Technik, sondern auch das Changieren zwischen dem Trivialen und Konzeptuellen sind gemeinsame Momente zu deiner Malerei.<\/strong><\/p>\n<p>Dieser Punkt ist spannend, wobei ich zugeben muss, dass mir Picabia nicht sehr vertraut ist. Ich habe in dem Twist zwischen Trivialit\u00e4t und Konzeptualit\u00e4t dennoch konkrete Vorbilder: Warhol, Jeff Koons, Albert Oehlen und vor allem auch Michel Majerus finde ich hier herausragend. Und an G\u00fcnther F\u00f6rgs Kunst mochte ich immer gerne, dass in seinen Arbeiten auch dieses L\u00e4ssige zu finden ist.<\/p>\n<p><strong>Wenn ich nicht w\u00fcsste, dass du in der M\u00fcnchner Akademie in der F\u00f6rg-Klasse warst, w\u00fcrde ich den Einfluss nicht unbedingt erkennen.<\/strong><\/p>\n<p>Das ist doch gut!<\/p>\n<p><strong>Was verbindet dich mit F\u00f6rg genau genommen?<\/strong><\/p>\n<p>Seine Malereien, aber selbst seine bleischweren Skulpturen hatten eben diese spezifische Leichtigkeit. Er ging mit fast jedem Material zeichnerisch um, war dabei sehr frech. G\u00fcnther hat immer Gegens\u00e4tze geschaffen. Er hat sich zwar ausgiebig beim Kunstkanon bedient, aber ihn zugleich von dessen Psychologismen, diesen ganzen aufgeladenen Dingen befreit.<\/p>\n<p><strong>Wobei G\u00fcnther F\u00f6rg nicht gegenst\u00e4ndlich in seiner Kunst war \u2013 einmal abgesehen von seinen skulpturalen Masken und den Schwarz-Wei\u00df-Fotografien. Du wiederum benutzt unverhohlen figurative Facetten. Wie hat F\u00f6rg das aufgenommen? Hat er dich best\u00e4rkt oder dir eher abgeraten?<\/strong><\/p>\n<p>Da muss ich etwas ausholen: Ich habe lange Zeit an der M\u00fcnchner Akademie fast ausschlie\u00dflich Portr\u00e4ts in expressiver Manier gemalt. Und dann kam ich durch ein Stipendium zum Studium f\u00fcr ein Jahr nach Glasgow an die School of Art. Und dort wurde ich sofort in eine Schublade gesteckt: Als typisch deutsche Malerei der Achtziger im Sinne der Neuen Wilden hat man meine Malerei etikettiert. Das brachte mich zum Nachdenken, Revidieren und meine Bilder wurden in der Folge immer abstrakter und ich habe angefangen, Ikonen wie Schablonen zu benutzen. Die Portr\u00e4ts wurden nur noch eingesetzt als Schablonen, sie hatten auch keine Bildtitel mehr. Das Interessante war, dass G\u00fcnther ohnehin immer nur abstrakte Malerei in meinen Bildern gesehen hat. Er h\u00e4tte etwa nicht eine H\u00e4ngematte identifiziert, sondern nur Streifen, die sich \u00fcberblenden, wahrgenommen. Die Motivik war ihm eigentlich schei\u00dfegal. Er hat angesichts meiner Portr\u00e4ts verstanden, dass es mir nicht um das Bildnis von David Bowie oder wem auch immer ging, sondern letztlich rein um die Malerei. Und dass es meine Intention ist, Menschen genauer hinschauen zu lassen und Zeit mit der Malerei zu verbringen. Oft hat man als von allen m\u00f6glichen Medien \u00fcberforderter Betrachter gar keine Kapazit\u00e4ten mehr frei. G\u00fcnthers Position war vollkommen in Ordnung f\u00fcr mich. Wir haben dann halt die meiste Zeit \u00fcber abstrakte Bilder gesprochen und meine fand er gut.<\/p>\n<p><strong>Welche Professoren an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste haben au\u00dferdem positiv auf dich eingewirkt?<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe bei Matthias W\u00e4hner angefangen zu studieren, bin erst sp\u00e4ter zu G\u00fcnther, weil ich Malerei studieren wollte. Beide kannten sich auch ganz gut, haben fr\u00fcher angeblich mal zusammen in einer WG gewohnt. W\u00e4hner lie\u00df mich unter der Pr\u00e4misse, dass ich trotzdem noch Staatsexamen bei ihm mache, in G\u00fcnthers Klasse wechseln. R\u00fcckblickend betrachtet haben mich beide Professoren beeinflusst. W\u00e4hner hat immer nur gesehen, \u201ewas auf den Bildern\u201c ist, nicht, wie sie gemalt wurden. Er hatte wenig Ahnung von Malerei, da er Fotograf und Medienk\u00fcnstler war und auch eine Klasse f\u00fcr Medienkunst leitete. Ich erinnere mich gut, wie er sich immer \u00fcber das \u201eMalerchaos\u201c im Atelier in der Akademie aufgeregt hat. Aber ich glaube es war eine Art Hassliebe, irgendwie hat es ihn auch fasziniert. Einmal sagte er zu uns, dass er zum Arbeiten eigentlich nur einen Computer brauche. Das fand ich damals total verr\u00fcckt und seltsam, mittlerweile arbeite ich selbst wahnsinnig viel mit dem Rechner.<\/p>\n<p><strong>Kommen wir kurz auf den von dir auch gesch\u00e4tzten Jeff Koons zur\u00fcck. Er treibt die von der Werbe\u00e4sthetik herr\u00fchrende Vorstellung, dass Bilder catchy, perfekt sein m\u00fcssen, auf die Spitze, um zu einem Wendepunkt auch im Hinblick auf Trivialit\u00e4t zu kommen.<\/strong><\/p>\n<p>Mich begeistert bei Koons vor allem die Trivialit\u00e4t im Kontrast zum Material, wenn es dann nicht mehr trivial ist, sondern fast etwas Dekadentes bekommt. Man nehme nur die Bronze-Skulpturen oder die Balloon-Figuren oder die Celebration-Serie: Seine Kunst ist gro\u00df, schwer, wahnsinnig beeindruckend und es gibt oft fantastische Spiegeleffekte. Erst wenn man davor steht, zieht einen das Werk physisch total in den Bann, hat aber trotzdem diese Leichtigkeit. Und Koons macht enorm viele kunsthistorische Bez\u00fcge auf. Man erkennt seine tiefe Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte, aber auch, mit welchen Bildern er aufgewachsen ist, was ihn als Kind bewegt hat \u2013 seien es die Hoover-Staubsauger oder die Comicfigur Popeye. Dieser ad\u00e4quat zeitgen\u00f6ssische Blick umfasst eine Melange aus Vergangenheit, Trivialem und vielem, was uns heute an Lebenswelt umgibt. Es ist mir total wichtig, dass man als K\u00fcnstler als eine Art Seismograph seiner Zeit fungiert.<\/p>\n<p><strong>Eine etwas tiefere Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte vermisst man heute bei vielen jungen K\u00fcnstlern. Derart ahnungslos kann man schwer kontextualisieren oder sich k\u00fcnstlerisch verorten.<\/strong><\/p>\n<p>Durch das Staatsexamen habe ich auch Kunstgeschichte im Nebenfach absolviert und bin ganz gut in der Materie bewandert. Ich bin der Meinung, dass man das Alphabet nicht neu erfinden muss und kann. Es ist doch geradezu d\u00e4mlich, wenn man sich als junger K\u00fcnstler nicht mit der Historie besch\u00e4ftigt und etwas angeht, wof\u00fcr andere K\u00fcnstler schon l\u00e4ngst eine L\u00f6sung gefunden haben. Schon in meiner kunsthistorischen Bachelor-Arbeit habe ich \u00fcbrigens versucht, die Malerei mit ihrem sogenannten Todfeind zu konfrontieren: mit der Fotografie, aber auch mit den digitalen Geschichten, den sozialen Medien, dem Computer.<\/p>\n<p><strong>Du bist zwar jung an die Akademie gekommen, aber in die Wiege gelegt wurde dir die Kunstbegeisterung angeblich nicht. Gab es ein Erweckungserlebnis?<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe Malen als Kind gehasst. Meine Schwester wollte immer malen, sie konnte es so gut und ich \u00fcberhaupt nicht, mir fehlte auch die Geduld. Deswegen bin ich immer fuchsteufelswild geworden und habe dann die Malutensilien durch die Gegend geschmissen. Sicher ist Talent nicht sch\u00e4dlich, aber mittlerweile glaube ich gar nicht mehr an das reine \u201eK\u00f6nnen\u201c, sondern vielmehr an das Training wie beim Sport. Aus der Not heraus habe ich im Gymnasium Kunst als Abiturfach gew\u00e4hlt, weil ich einen Mathe-Leistungskurs hatte und viele Kombinationen nicht m\u00f6glich waren. Und dann hatte ich das Gl\u00fcck, eine sehr gute Kunstlehrerin zu bekommen, die mir vermittelt hat, dass auch beim Malen kein Meister vom Himmel f\u00e4llt. Sie ist sehr pragmatisch an die Sache herangegangen und das hat mich total gepackt. Sonst h\u00e4tte ich vermutlich Elektrotechnik studiert, weil mir alles Technische total gefallen hat. Fr\u00fcher habe ich mir sogar die Gitarrenverst\u00e4rker selbst gebaut, zu der Zeit machte ich viel Musik. Die Begeisterung f\u00fcr Technik ist bei mir offensichtlich erhalten geblieben.<\/p>\n<p><strong>Wie wurden deine ersten rein digital produzierten Malereien \u00fcberhaupt aufgenommen?<\/strong><\/p>\n<p>Sehr gut! Ein Sammler hat gleich den ganzen \u201aBauzaun\u2018 mit allem Drum und Dran gekauft. Dann kam bei mir schnell die Frage auf: Was k\u00f6nnte der n\u00e4chste Schritt sein? Wie kann man das auf andere Medien \u00fcbertragen? Schlie\u00dflich habe ich hier in M\u00fcnchen einen Drucker gefunden, der im Prinzip nur mit K\u00fcnstlern zusammenarbeitet und ganz hochwertige Pigmentdrucke auf verschiedenen Materialen herstellt. Und \u00fcber ihn sind die ersten neuen digitalen Arbeiten auf Leinwand entstanden. Der Computer generiert sozusagen die verschiedenen Farbverl\u00e4ufe und es entstehen wunderbare, seidige Effekte. Ich bin ganz begeistert von der Oberfl\u00e4che, man kann verschiedene Pinselstriche wie aus Kreide gezeichnet aufsetzen. Von den neuen Papierarbeiten wird es erstmalig eine Edition von 28 Unikaten geben. Die Technik ist in der Tat wie eine Art verl\u00e4ngerte Hand. Ich kann im Grunde in Frankreich sitzen, Plein Air-Malerei auf meinem Tablet schaffen und die Resultate gleich zum Drucker schicken \u2013 als K\u00fcnstler denkt man heute viel unternehmerischer als fr\u00fcher. So hat sich f\u00fcr mich schon eine Art von Traum realisiert, weil ich mich \u00fcber die Immobilit\u00e4t, dar\u00fcber, dass man als K\u00fcnstler an ein Atelier gebunden ist, immer ge\u00e4rgert habe. Ich wollte eine gr\u00f6\u00dfere Freiheit haben. Der Wechsel zwischen dem \u201adreckigen\u2018 Herstellen von Farben aus Pigmenten in meinem Atelierchaos und dem \u201acleanen\u2019 Arbeiten am Computer ist zu einer gesunden Arbeitsweise f\u00fcr mich geworden, die sich auch in einer r\u00e4umlichen Trennung widerspiegelt.<\/p>\n<p><strong>Willst du ungeachtet dessen, dass das Malerische f\u00fcr dich im Vordergrund steht, mit bestimmten Reizthemen nicht auch provozieren? Wenn m\u00e4nnliche Maler es heute noch wagen, Frauenakte als Sujet aufzugreifen, so ist das verp\u00f6nt. Du als Frau darfst das nat\u00fcrlich. Mehr noch: Du erlaubst dir sogar einen sexistischen Touch.<\/strong><\/p>\n<p>Fr\u00fcher haben doch die m\u00e4nnlichen Malerheroen haupts\u00e4chlich Frauen dargestellt, wenn ich nur an den obsessiven Picasso denke. Ich wolle schon gezielt einen Akt im Bild haben, der auch etwas Rei\u00dferisches bekommt. Es ist ja nahe am Kitsch mit den schrillen Farben und dann der gewissen Copacabana-Atmosph\u00e4re. In der Gesellschaft gilt schlie\u00dflich immer noch: Sex sells! Auf vielen Werbetr\u00e4gern sind oft nach wie vor zumindest halb entbl\u00f6\u00dfte Frauen dargestellt. Ein Nackedei-Mann gilt hingegen eher als absto\u00dfend. Darauf verweise ich nat\u00fcrlich. Andererseits habe ich \u00fcber die Malerei vermieden, dass die Frau zu exponiert ist, sondern durch die gestische Malerei etwas an der Oberfl\u00e4che verschwindet. Auch die Schamhaare ver\u00e4ndern sich in den Bildvarianten deutlich, sind bewusst mal st\u00e4rker, mal weniger ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n<p><strong>Gibt es also einem feministischen Impetus?<\/strong><\/p>\n<p>In der Serie mit der Schaumgeborenen nicht unbedingt, aber bei einer vorangegangenen Reihe schon. Da ging es expliziter um Akte und um Homosexualit\u00e4t. Das war ein Zyklus, in dem ich in verschiedenen Szenen dargestellt habe, wie zwei oder drei Frauen den Liebesakt vollziehen. Ich wollte verschiedene Facetten zeigen: eine intime Szene, wo es etwas z\u00e4rtlicher zugeht, dann gibt es eine in der Disco oder im Klo und dann eine mit einem Pferdekopf, der etwas Schweinisches oder auch sehr M\u00e4nnliches hat. Diese Serie hat nat\u00fcrlich viel mit meiner pers\u00f6nlichen Lebenswelt zu tun und mit der Frage: Wie wird man als homosexuelle Frau und K\u00fcnstlerin wahrgenommen? In der Tat war ich auch schockiert von manchen Reaktionen, als ich im M\u00fcnchner BBK die Bilder erstmals zeigte. Etliche Besucher waren echauffiert \u00fcber den Liebesakt von zwei Frauen oder redeten versch\u00e4mt erst gar nicht dr\u00fcber. Und dann dachte ich mir: Das gleiche Publikum geht in die Pinakothek, zahlt einen gehobenen Eintrittspreis und schaut sich mit Wonne Bilder vom Rokoko an, wo es etwa mit den Scho\u00dfh\u00fcndchen ganz anders zugeht. Ich wollte allerdings keine pornografischen Bilder schaffen, weshalb die Malerei immer im Vordergrund steht und man erst durch genaues Hinsehen die Motivik erkennt. G\u00fcnther h\u00e4tte ohnehin nur abstrakte Malerei darin gesehen, die f\u00fcr sich selbst spricht. Das Faszinierende an Malerei ist ja, wie sie einen anderen Zugang zur Welt \u00f6ffnet\u2014 und dies macht letztlich auch ihre zeitgem\u00e4\u00dfe Bedeutung aus. Sie lehrt uns das andersartige Sehen in Zeiten der allgegenw\u00e4rtigen Bilderflut.<\/p>\n<p><strong>Wenn es um die eher intimere Portr\u00e4tmalerei geht, kommt einem Elizabeth Peyton in den Sinn und wie sie Idole in eine sehr private Welt versetzt. Du entfaltest eine vergleichbare lyrische Qualit\u00e4t in manchen Bildern.<\/strong><\/p>\n<p>Ja, Peytons Bilder haben auch dieses Z\u00e4rtliche und Poetische. Ich beziehe mich nat\u00fcrlich schon betonter auf Malerinnen. An der M\u00fcnchner Akademie unterrichteten zu meiner Zeit sehr viele M\u00e4nner und nur wenige Frauen und so suchte man sich unweigerlich externe Vorbilder. Klar geh\u00f6rt eine Cecily Brown und vor allem eine Peyton dazu. Auch weil ich mich viel mit Portr\u00e4t besch\u00e4ftige, war sie nat\u00fcrlich schon sehr pr\u00e4gend. Sie ist eine sehr gute Malerin und hat eine ganz eigene Bildsprache in dem doch engen Genre entwickelt. Peyton ist schon lange auf dem Feld t\u00e4tig und trotzdem wiederholen sich die Bilder nicht. Gerade in den fr\u00fcheren Portr\u00e4ts erlaubte sie sich diesen tr\u00e4umerischen Blick, sie haben etwas Leichtes, aber auch zutiefst Melancholisches. Portr\u00e4tmalerei ist f\u00fcr mich auch das Genre schlechthin.<\/p>\n<p><strong>Poetische Facetten einmal beiseite \u2013 du haust schon auch ordentlich auf die Pauke. War das nicht auch eine Strategie, um dich in der M\u00e4nnerdom\u00e4ne der M\u00fcnchner Akademie durchzusetzen?<\/strong><\/p>\n<p>Ich war schon immer eine Laute, meine Malerei an sich ist nicht zart, sondern meist schon gro\u00df im Format und drastisch im Ausdruck. Ohne Riesensauerei geht es beim Malen nicht ab, ich habe mir immer schon viel Platz verschafft. Als ich nach Glasgow ging, lie\u00df ich mir 80 Kilo Pigmente in Kisten schicken. Ich war ganz erstaunt, was man alles ins Ausland verschicken kann. Damals h\u00e4tte das digitale Arbeiten mir und dem Paketboten wohl einige Vorteile gebracht. Was f\u00fcr ein Kontrast zu den Kommilitonen dort in der Kunsthochschule, die brav vor ihren Tischchen mit all den Farbtuben sa\u00dfen. Ich bin schon direkt nach dem Abitur, mit 19 Jahren an die M\u00fcnchner Akademie gekommen. Da war ich naturgem\u00e4\u00df noch etwas naiv und musste mich tats\u00e4chlich in den m\u00e4nnlich dominierten Hierarchien erst behaupten. Erst in der j\u00fcngeren Zeit wurden zunehmend auch Professorinnen wie Jorinde Voigt berufen. Wer mich noch sehr beeinflusst hat, war \u00fcbrigens Magdalena Jetelov\u00e1. Sie konnte Tacheles reden und hat es geschafft, sich durch ihre gute Kunst und ihre Art durchaus Respekt zu verschaffen. Jetelov\u00e1 wurde ernst genommen von den ganzen Machos im Haus, war souver\u00e4n und kompromisslos zugleich. Das fand ich beeindruckend.<\/p>\n<p><strong>In deinen j\u00fcngsten Bildern gibt es nun deutlich erkennbare Referenzen zu Altmeistern wie C\u00e9zanne oder Manet. Was bewegt dich, Ikonen wie die Badenden oder Fr\u00fchst\u00fcck im Gr\u00fcnen zu zitieren? C\u00e9zanne hat letztlich durch seine Platzhalter der Badenden die Malerei an sich ausreizen k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n<p>Die Badenden geh\u00f6ren zu den Bildern, die sich unwiderruflich in den Kopf eingepr\u00e4gt haben. Sie geh\u00f6ren zu den Top Ten der ber\u00fchmten Kunstwerke, die im kollektiven Ged\u00e4chtnis verankert sind. Selbst wenn man sich mit Kunst nicht auskennt, hat man bestimmt schon einmal eine Abbildung von der Mona Lisa oder einen Botticelli gesehen. Ich spiele schon mit Ikonen oder auch Stereotypen der Kunst. Es scheinen sehr viele Klischees auf: der Akt, das Malermodell, die idyllische Landschaft. Als ich mir Picassos Demoiselles d\u2019Avignon vornahm, habe ich die Damen aus ihrem vorherigen B\u00fchnenaufbau in eine sch\u00f6ne Landschaft versetzt, wo sie sich selbst fr\u00f6nen. Bei Picasso sind es gesichtslose Modelle ohne Charakter. Ich m\u00f6chte schon auch fr\u00f6hliche Bilder schaffen, Bilder, die aus dem Herzen kommen. Weil ich in den letzten Jahren sehr viel an mir, an der Kunst und dem K\u00fcnstlersein, an dem Unternehmen gearbeitet habe, bin ich eigentlich sehr optimistisch. Und das sollen die Bilder auch ausstrahlen. G\u00fcnther F\u00f6rg hat gesagt, Kunst k\u00f6nne auch sch\u00f6n sein. Das war in den Achtziger Jahren, als die Intention der Kunsttheorie eine ganz andere war, als sch\u00f6ne Kunst zu machen. G\u00fcnther hat sich damit auch nicht viele Freunde gemacht. Bei aller Heiterkeit soll meine Malerei nicht oberfl\u00e4chlich sein, sie kann dennoch zum Nachdenken und Innehalten bringen. Die neuen Bilder entsprechen jedenfalls meinem Zustand im Moment \u2013 trotz Corona.<\/p>\n<p><strong>Was w\u00e4re, wenn sich die Stimmung \u00e4ndern w\u00fcrde? H\u00e4tten dann deine Bilder auch einen anderen Tenor?<\/strong><\/p>\n<p>Bestimmt, ich hatte fr\u00fcher schon viel d\u00fcstere Bilder. Es gab etwa eine Hominiden-Reihe, die von Arno Schmidts Roman Die Gelehrtenrepublik inspiriert war. Die Bilder waren sehr traurig gestimmt, hatten aber auch etwas Bizarres. Die mittlerweile schrillen Farben sind eine bewusste Entscheidung, die letztlich mit der Computer-\u00c4sthetik zu tun hat. Ich habe mich zuvor stark mit dem Transhumanen-Thema auseinandergesetzt. Es gibt heute viele Menschen in ganz normalen Berufen, die abends nach Hause kommen, dann Yoga machen und sich anschlie\u00dfend an den Computer hocken, um Tutorials zu nutzen und Portr\u00e4tmalerei am iPad zu lernen. Das ist absurd, aber auch ziemlich cool. Und man denkt sich: Digital Artist? Was ist das eigentlich heute? Wie verortet man sich in dem Szenario \u00fcberhaupt als Malerin?<\/p>\n<p><strong>Interview: Birgit Sonna<\/strong><\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Make it newer! Ein Gespr\u00e4ch zwischen Birgit Sonna und Janina Roider \u00fcber ihre hybriden Traumwelten Birgit Sonna: Wie kam es denn zu der fulminanten Schaumgeborenen in deinen neuen Bildern? 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