{"id":1774,"date":"2023-04-21T16:43:23","date_gmt":"2023-04-21T14:43:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.janinaroider.com\/?p=1774"},"modified":"2023-04-22T16:23:25","modified_gmt":"2023-04-22T14:23:25","slug":"die-liaison-zwischen-kunst-wirthschaft-hans-joerg-clement-im-gespraech-mit-janina-roider","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.janinaroider.com\/en\/die-liaison-zwischen-kunst-wirthschaft-hans-joerg-clement-im-gespraech-mit-janina-roider\/","title":{"rendered":"Die Liaison zwischen Kunst Wirtschaft Hans-J\u00f6rg Clement im Gespr\u00e4ch mit Janina Roider"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>H-J C<\/strong>.<strong>: Die Liaison zwischen Kunst und Wirtschaft ist eine so wenig Nat\u00fcrliche wie die zwischen Kunst und Politik. Die Kreativen suchen heute viel selbstverst\u00e4ndlicher nach einer Kooperation mit der Wirtschaft als noch vor wenigen Jahren. Was kann die Wirtschaft leisten, wozu die Kunst allein nicht in der Lage ist? Und umgekehrt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>J.R.: <\/strong><em>Ohne Wirtschaft gibt es keine Kunst und vice versa braucht die Wirtschaft auch kreative K\u00f6pfe, die ohne Betriebsblindheit neue Impulse geben und veraltete Sichtweisen aufbrechen. Beide k\u00f6nnen voneinander lernen. Gleiches gilt f\u00fcr die Politik.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>K\u00fcnstler:innen sind Seismograf:innen des aktuellen Zeitgeistes, die der Welt neue Sichtweisen aufzeigen k\u00f6nnen. K\u00fcnstlerisches Schaffen ist losgel\u00f6st von funktionalem Denken und vor allem von Zweckgebundenheit.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Deshalb bietet sie einen optimalen ein N\u00e4hrboden f\u00fcr einen<\/em> <em>Pioniergeist, von dem alle Bereiche profitieren k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Dieses Potential haben auch immer mehr Unternehmen aus der Wirtschaft erkannt. Es geh\u00f6rt fast zum guten Ton einen \u201eArtist\u201c im Team zu haben, dem fr\u00fcher eher eine alienesque Sonderstellung in der Gesellschaft einger\u00e4umt wurde.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Man hat immer die Wahl, ob man Chancen und\/oder Gefahren in neuen Entwicklungen sieht.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wer h\u00e4tte vor einem Jahr noch gedacht, dass digitale, verpixelte Sammelbilder zu Statussymbolen und Eintrittskarten zu einem elit\u00e4ren Metaversum werden, die f\u00fcr Unsummen getradet werden? Die Qualit\u00e4tsfrage mal au\u00dfen vorgelassen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Die w\u00fcrde mich aber interessieren. Wie ver\u00e4ndert sich vor diesem Hintergrund das Qualit\u00e4tsverst\u00e4ndnis? M\u00fcssen und k\u00f6nnen Qualit\u00e4tsstandards nicht gesichert sein?<\/strong><strong><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><em>Kunst galt jeher als Investment, in Zeiten von Kryptow\u00e4hrungen ist das wirtschaftliche Interesse daran exponentiell gestiegen. Wo es ein Interesse gibt, gibt es auch Geld und Kauflust. Die Nachfrage bestimmt bekanntlich den Preis und leider nicht immer die Qualit\u00e4t. Es gab auch immer schon gro\u00dfe Qualit\u00e4tsunterschiede, nur waren die vielleicht etwas weniger sichtbar.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Angetrieben von den neuen Entwicklungen w\u00e4chst ein neues Selbstbewusstsein der K\u00fcnstlerschaft, die sich antiquierten Grenzen widersetzt und am Tisch der gro\u00dfen Player mitspielen will. Pl\u00f6tzlich werden Kooperationen in die K\u00fcnstler Vita mitaufgenommen. Why not?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wenn sich Kunst und Wirtschaft gegenseitig befruchten, ist das, meiner Meinung nach, erst einmal positiv. Die richtige Haltung und Intention z\u00e4hlen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wir werden den Begriff \u201eKunst\u201c in der nahen Zukunft viel weiterdenken m\u00fcssen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Krypto-W\u00e4hrungen, NFTs, Blockchain \u2013 ist das der Beginn einer revolution\u00e4ren Ver\u00e4nderung, die das Kunstwerk zum Spielball handfester Marketing- und Profitspekulationen macht?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><em>Die Ver\u00e4nderung hat bereits begonnen, das ist aufregend und zugleich erschreckend. Wenn K\u00fcnstler: innen f\u00fcr ihr Werk honoriert werden, sehe ich darin erstmal etwas Positives.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>F\u00fcr K\u00fcnstler:innen bietet es au\u00dferdem die M\u00f6glichkeit ihre Werke f\u00e4lschungssicher zu machen. Bei Weiterkauf des Werks, verdienen K\u00fcnstler:innen sogenannte \u201eRoyalties\u201c und k\u00f6nnen monet\u00e4r an ihrem eigenen Erfolg teilhaben. Das Spiel kann also auch f\u00fcr uns interessant werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Es wird viel \u00fcber diese Themen fabuliert, vor allem \u00fcber NFT Kunst, ohne differenziert dar\u00fcber zu sprechen. Ein Non-fungible Token steht nicht nur f\u00fcr mutierte Affenbilder, deren Qualit\u00e4t strittig ist.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Es w\u00e4re so, als w\u00fcrde ich behaupten, dass ich grunds\u00e4tzlich keinen Sport mag. Dabei gibt es sehr unterschiedliche Sportarten, die ich damit unter einen Kamm schere. Vielleicht gehe ich gerne Joggen, finde aber Golfen langweilig.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Frage ist, wer ist wirklich der Spielball? Ich denke, mit einer \u00fcberlegten Strategie, kann man als K\u00fcnstler:in partizipieren oder zumindest eine neue Sportart erlernen. Let\u00b4s see!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>All diese neuen Technologien bringen unterschiedliche Entwicklungen einher, die man genauer unter die Lupe nehmen sollte, bevor man sich dar\u00fcber ein Urteil macht. Die NFT Kunst ist noch so jungfr\u00e4ulich, dass erst ein Kanon gebildet werden muss.<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Ist das f\u00fcr den durchschnittlich Kunstinteressierten \u00fcberhaupt noch greifbar? Koppelt sich da nicht etwas ab \u2013 oder zeugt allein diese Fragestellung schon von hoffnungsloser Antiquiertheit?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><em>Ich bin der Meinung, dass der \u201edurchschnittliche Kunstinteressierte\u201c nicht alle Spielregeln kennen muss. Es \u00e4rgert mich nur, wenn unqualifizierte Urteile aus Unwissenheit gef\u00e4llt werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Kunstwelt ist so breitgef\u00e4chert, eine \u201ehoffnungslose Antiquiertheit\u201c sichert den Werteerhalt eines kollektiven Verst\u00e4ndnisses von Kunst. Vielleicht sind das die Grundregeln.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Als K\u00fcnstlerin halte ich es f\u00fcr sehr wichtig, den aktuellen Zeitgeist zu verstehen, um am gro\u00dfen Diskurs teilzunehmen und Denkanst\u00f6\u00dfe zu geben. Was daraus dann resultiert bleibt ja v\u00f6llig offen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>In den Achtzigern gab es schon einmal eine Entwicklung, die zu einem bis dahin ungekannten Ausma\u00df neue Klientelen erschloss, die aus unterschiedlichsten Gr\u00fcnden \u2013 vor allem denen der gesellschaftlichen Anerkennung \u2013 zu einem gewaltigen Boom f\u00fchrten, der vor allem eines war: spekulativ.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><em>Profitspekulationen sind in der Kunst nichts Neues, nur die Betr\u00e4ge beunruhigen. Und ja, ich habe auch eine Zeit gebraucht, um zu verstehen, warum h\u00e4ssliche JPGs pl\u00f6tzlich f\u00fcr Millionenbetr\u00e4ge gekauft werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Es gibt eine neue, sehr junge Gesellschaftsschicht, die in den letzten Jahren durch geschicktes oder gl\u00fcckliches Trading praktisch \u00fcber Nacht zu unfassbarem Reichtum gekommen sind. Die Profitspekulationen haben mit der Kryptomanie somit einen neuen H\u00f6hepunkt erreicht und eine neue Sammlerschaft hervorgebracht. Auch das Denken \u00fcber Werte und Wohlstand ist im Wandel.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>In einer unaufhaltsam aufkommenden Avantgarde sammeln immer mehr Menschen statt teuren, haltungsintensiven Prestigevehikeln, die die meiste Zeit in der Garage stehen, lieber digitale Statussymbole, die ihnen in einer wachsenden digitalen Welt, ein viel gr\u00f6\u00dferes, globales Publikum und Ansehen bescheren.<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Und wo bleibt die Auseinandersetzung, das Gespr\u00e4ch zwischen Sammler:in und K\u00fcnstler:in \u00fcber den Inhalt der Kunst?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><em>Die inhaltliche Auseinandersetzung gibt es nach wie vor in unterschiedlichem Ausma\u00df und Qualit\u00e4t. In dem der Begriff \u201eKunst\u201c oder der Titel \u201eArtist\u201c so mannigfaltig instrumentalisiert wird, ist der Diskurs vielleicht sogar viel gr\u00f6\u00dfer als je zuvor, vorangetrieben durch die Digitalisierung. L\u00e4ngst ist nicht mehr nur das Atelier oder die Galerie der gesch\u00fctzte Ort daf\u00fcr.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Die vielen neuen Plattformen bieten auch Chancen, wenn man die Spreu vom Weizen trennen kann. Durch neue Technologien wurden viele Barrieren \u00fcberwunden, von denen einen Andy Warhol nur h\u00e4tte Tr\u00e4umen k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Wie findest Du zu einer Verortung zwischen Tradition und Innovation?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><em>Das ist ganz einfach. Ein:e Fu\u00dfballer:in muss auch erstmal die Grundtechniken beherrschen und eine ausreichende Kondition haben. Auch das Erlernen von Spielstrategien ist wichtig. Ohne dieses Fundament bleibt es amateurhaft.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Oder gab es schon mal einen v\u00f6llig untrainierten Weltmeister im Sport? Das Rad muss nicht neu erfunden werden, stattdessen sollte man immer an der Technik feilen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>F\u00fcr die Kunst gilt genau dasselbe.<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Bleibt der Glaube an die Aura des Originals und des sinnlichen Erlebnisses beim Anblick eines Kunstwerks am Endes des Tages kitschige Romantik, die Illusion eines Idylls?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><em>Meine Arbeiten besch\u00e4ftigen sich genau mit dieser Frage, in dem ich zwischen digitalen Drucktechniken und altmeisterlichen Herangehensweisen changiere. Dabei verwende ich visuelle Codes aus Kunstgeschichte und Kommerz, die miteinander verschmelzen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Es stellt sich die Frage, was empfinden wir als Original? Hat es mit Haptik, dem Geruch von \u00d6lfarbe oder einer malerischen Signatur zu tun?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Oder wird der Glaube an das Original in Zukunft an ein kryptografisch festgehaltenes Echtheitszertifikat gekoppelt sein? Besonders romantisch ist das sicher nicht.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Einst galt das Kunstwerk als Fenster zur Welt, da war die Sehnsucht nach dem Idyll sicher gr\u00f6\u00dfer. Es wird immer unterschiedliche Haltungen und diametrale Bewegungen geben, das macht Kunst so spannend und vielf\u00e4ltig.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich denke, die Aura eines Originals h\u00e4ngt viel mit der Geschichte des Werkes, des Urhebers und der Entstehung zusammen. Sinnlichkeit ist ein sch\u00f6nes Beiwerk.<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Du hast die Malerei als kreative Ausdrucksweise gew\u00e4hlt. In den schon erw\u00e4hnten Achtzigern kam es nach einer \u00dcbers\u00e4ttigung und \u00dcberforderung durch aufgebl\u00e4hten \u00dcberbau zu einer R\u00fcckkehr der Malerei, die offenbar dem Bed\u00fcrfnis der Rezipienten entsprach. Wie reagieren die Kunstinteressierten auf Deine Malerei \u201eder neuen M\u00f6glichkeiten\u201c?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><em>Meine Malerei ist eine Symbiose aus Tradition und technischer Verspieltheit, ich nenne sie \u201eHybride\u201c. Beides verschmilzt miteinander, erst bei genauerer Betrachtung erahnt man den Prozess.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>In dem letztlich ein Artefakt entsteht, das als klassische Flachware zu erkennen ist, stille ich damit das Bed\u00fcrfnis, Malerei als Medium zu erhalten. Auch f\u00fcr mich selbst.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich versuche einen reflektierten Technikeuphemismus mit der Liebe zur Tradition zu paaren. Ich f\u00fchre ich den Rezipienten subtil an die \u201eneuen M\u00f6glichkeiten\u201c heran, ohne \u201eFingerpointing\u201c.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Damit bin ich auf viel positives Feedback gesto\u00dfen.<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\" type=\"1\">\n<li><strong>Gesellschaft wird durch ihre Akteure bestimmt, durch Macher und Macherinnen. Zweifellos geh\u00f6rst Du zu den Hoffnungstr\u00e4gerinnen einer neuen Generation von K\u00fcnstlerinnen. In welchem Verh\u00e4ltnis stehst Du zu den Powerfrauen, die sich ihre Anerkennung mitunter m\u00fchsam erk\u00e4mpfen mussten? Gibt es so etwas wie ein gemeinsames Selbst-Bewusstsein?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><em>Ich bin sehr dankbar f\u00fcr die weiblichen Wegbegleiterinnen, die sehr hart f\u00fcr Anerkennung gek\u00e4mpft haben in einer vermeintlichen M\u00e4nnerdom\u00e4ne. Die Geschichte behauptet seit jeher, der Alte Meister war m\u00e4nnlich.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Meine weiblichen Vorbilder kann ich an einer Hand abz\u00e4hlen. Zu meiner Studienzeit waren diese sehr rar.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Heut zu Tage finde ich sie eher in anderen Bereichen, wie der Gr\u00fcnder:innen Szene.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wenn ich jetzt sehe, wie viele Professorinnen an den Akademien unterrichten, bin ich sehr froh \u00fcber die Entwicklung. Auch wenn das erstmals nichts \u00fcber die Qualit\u00e4t verr\u00e4t.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ein gemeinsames Selbstbewusstsein? Im Gegenteil, in der Kunstwelt hat man eher mehr Feinde als Freund: innen. Das ist traurig, aber wahr.<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\" type=\"1\">\n<li><strong>Und gibt es das: Frauenpower in der Kunst?<\/strong><strong><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><em>Was auch immer der Begriff meint, es gibt immer mehr K\u00fcnstlerinnen, die die erfolgreich sind und sich auf dem internationalen Podium behaupten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Markt ist nach wie vor hart, die Konkurrenz schl\u00e4ft nicht. Wohlwollende K\u00fcnstlerfreunde zu finden ist ein schwieriges Unterfangen. Unter K\u00fcnstlerinnen umso mehr, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil \u00fcberzeugen, denn ich glaube fest daran, dass man zusammen ein viel leichteres Leben h\u00e4tte und \u201eFrauenpower\u201c eine kollektive St\u00e4rke werden k\u00f6nnte.<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\" type=\"1\">\n<li><strong>Pandemien, Krieg, Klimakatastrophe \u2013 muss die Kunst sich diesem Trio Infernale stellen und wenn ja, wie? Gibt es Kunst ohne eine Haltung?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><em>Es gibt kein \u201eMuss\u201c in der Kunst, sie muss \u2013 wie Du schon sagtest &#8211; frei und das hei\u00dft zweckfrei sein. Sie vermag Denkanst\u00f6\u00dfe zu geben, allenfalls das Zeitgeschehen aus einem anderen Blickwinkel zu durchleuchten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>All diese Ereignisse hinter lassen Spuren bei uns Menschen und beeinflussen unsere Haltung zur Welt und zum eigenen Leben. K\u00fcnstler:innen geh\u00f6ren da auch dazu (lacht).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Da man gezwungerma\u00dfen immer aus sich selbst sch\u00f6pft und rezipiert\u2013 schlie\u00dflich k\u00f6nnen wir nur selten aus unserer Haut schl\u00fcpfen- kann man keine Kunst ohne Haltung produzieren.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wie hochwertig und aussagekr\u00e4ftig diese dann ist, ist ein anderes Thema.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>H-J C.: Die Liaison zwischen Kunst und Wirtschaft ist eine so wenig Nat\u00fcrliche wie die zwischen Kunst und Politik. 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